Mittelstandskonzept für standortübergreifende
Prozesse
Zukunftssichernde ERP-Konzepte sollten
in der heutigen Zeit auf einer technologisch so innovativen
Basis aufgesetzt werden, dass auch Aufgabenstellungen des
modernen E-business, wie standortübergreifende Integration
der Kundenkommunikation, Lieferantenanbindung oder das unternehmensweite
Dokumentenmanagement, jederzeit ohne zusätzliche Kraftakte
realisiert und aktuellen Erfordernissen angepasst werden können.
Im europäischen Mittelstand wird die Basis solcher Konzepte
nach Überzeugung der META Group die integrierte Software Lösung
verbunden mit einem ganzheitlichen Beratungsansatzes sein.
Erkenntnisse, auf denen Entwicklung und Marketingkonzeptionen
für die vollintegrierte ERP/SCM/CRM/ DMS/Workflow-Konzeption
CANIAS ERP, der Industrial Application Software GmbH (IAS)
in Karlsruhe konsequent basieren.
In großen Organisationen waren und sind es umfangreiche Beratungsprojekte
für Supply Chain Management, Enterprise Application Integration
( EAI ) oder gar Webservices, die in gemischten heterogenen
Systemlandschaften das Zusammenspiel zwischen Softwareprodukten
ermöglichen sollen. Auch Webportale sind mit dem Anspruch
begründet worden, unternehmensübergreifend z.B. Einlaufs-
oder Logistikprozesse zu koordinieren. Diese Projekte entwickeln
sich regelmäßig zu einer beachtlichen Komplexität und können
derzeit zum Beispiel wegen der mangelnden Echtzeitfähigkeit
oder der noch nicht vorhandenen Sicherheitsstandards von Webservices
erst punktuell umgesetzt werden. In jedem Fall sind solche
Aktivitäten, für die allermeisten Unternehmen (98% in Deutschland),
die von der Europäischen Kommission als Mittelstand bezeichnet
werden, aber unerschwinglich.
Mittlerweile reift daher auch bei den Beratungsspezialisten
für Mittelstandsnetzwerke (vernetzte Unternehmensstrukturen
mit weniger als 150 Usern pro Standort ) die Erkenntnis, dass
nicht die Kombination und Integration unterschiedliche Spezialprogramme
(best of breed), sondern die 80/20 Lösung im Sinne einer vollintegrierten
Konzeption, mit der Möglichkeit zur kundenspezifischen Anpassung,
der Ansatz der Wahl sein sollte.
Was sind aber die Parameter, damit eine Gesamtkonzeption wie
TIP-Total Integrated Planning® für den Mittelstand Ihre volle
Wirksamkeit entfalten kann? Die Industrial Application Software
GmbH hat fünf Kriterien für den Erfolg eines solchen "c" - Business
Modells definiert:
Connectivity
Collaboration
Channels
Competence
Complete installations
Connectivity - Alle sollen teilhaben können
Erste und nicht unwesentliche Hürde auf dem Weg zu integrierten
Mittelstandlösungen ist die Tatsache, dass allen Prozessbeteiligten
nicht mehr und nicht weniger als ein Zugang zur Plattform
zur Verfügung stehen muss. Diese Anforderung besteht konkret
für folgende Usergruppen (Bild 1):
Inhouse-User
Benutzer in Zweigstellen
Externe Mitarbeiter
Lieferanten
Vertriebspartner
Kunden
Anonyme Internetnutzer (Webauftritt)
Bild 1: CANIAS Connectivity
In der Praxis wird sehr schnell erkennbar, dass die Festverdrahtung
von Systemzugängen aus Kostengründen allenfalls für die Anbindung
großer Niederlassungen und wichtiger Lieferanten ein wirtschaftlich
gangbarer Weg ist, nicht jedoch für die anderen oben beschriebenen
Einzel-User oder Kleinst-Usergruppen. Eine Lösung, die alle
diese Teilnehmer erreichen will, muss daher technologisch
so aufgesetzt sein, dass sie direkt das Internet als Zugangsmedium
benutzen kann.
An dieser Stelle setzt Industrial Application Software seit
1997 auf die JAVATechnologien von Sun Microsystems. So wird
es möglich, auf jedem Endgerät das einen Zugang zum Internet
hat und über eine Möglichkeit zur Ausführung von JAVA-Code
verfügt, das gesamte Softwarepaket zu nutzen. Dank der extrem
effizienten Programmiertechniken Enterprise Java Beans (EJB),
Remote Method Invocation (RMI) und einer ausgefeilten Cache-Philosophie,
wird die Onlinenutzung von CANIAS sogar auf Endgeräten unterstützt,
die drahtlos ans Internet gekoppelt sind. Erfahrungen mit
der 4-Kanal-GSM-Bündelung nach dem HSCSD-Standard liegen bereits
vor. Mit zukünftigen, wie auch immer gearteten breitbandigeren
Mobilnetzarchitekturen wie beispielsweise UMTS, werden diese
Anwendungsfälle sicherlich sehr stark an Bedeutung gewinnen.
Collaboration - Werkzeuge für standortübergreifende Prozessintegration
Das Zusammenspiel aller an den Wertschöpfungsprozessen beteiligter
Unternehmen und Geschäftsbereiche wird erheblich erleichtert.
CANIAS verbessert - insbesondere durch den verzögerungsfreien
Informationsfluss zwischen den Beteiligten und der Nutzung
zentral gehaltener Daten - die Transparenz der Logistikkette,
ermöglicht eine schnelle Plananpassung, gute Kapazitätsauslastung
und Reaktionsfähigkeit mit minimalen Beständen. Zudem können
Unternehmen ihre betriebswirtschaftlichen Abläufe für Kunden
und Lieferanten transparenter gestalten. Dabei wird natürlich
auf die notwendigen Sicherheitsstandards Rücksicht genommen.
Für einen eingebundenen Lieferanten heisst das z.B. nicht
nur eine Sicht auf die von ihm zu liefernden Lagerpositionen,
sondern auch die Information über zukünftig zu disponierende
Aufträge, sogar Angebote mit hoher Vergabewahrscheinlichkeit,
in denen seine Komponente zu disponieren ist.
Alle Möglichkeiten sind gegeben, um frühzeitig Vorbereitungen
zu treffen. Die eigentliche Bestellabwicklung wird dann innerhalb
des Systems oder über XML/EDI-Konnektoren einfach per Knopfdruck
ausgelöst. Das Vorpflegen von Ablösetypen und das Einpflegen
von Rahmenkontrakten durch einen Lieferanten ist mit dem SCM-Connect
ebenfalls historisiert möglich. Änderungen können also in
Ruhe vorher eingepflegt und zu einem Stichtag automatisch
aktiviert werden.
Channels -gruppenspezifische
Zugangswege und Rechte
Im Zusammenhang mit den Konzepten des TIP können und sollen
im Bedarfsfall (Homearbeitsplatz) zwar prinzipiell weltweit
alle Funktionen zur Verfügung gestellt werden, für die ein
Inhouse-User an seinem Vorortarbeitsplatz berechtigt ist,
dies ist aber nicht für alle beschriebenen Usergruppen wünschenswert
und auch nicht wirtschaftlich zu administrieren. TIP unterscheidet
daher beim Remote-Zugriff:
. den personalisierten Vollzugriff
im Sinne eines ASP-Users,
. Supply-Chain-User für den personalisierten
Zugang von Lieferanten oder Kunden,
. Möglichkeit, die Informationen
für einen anonymen Internetuser zur Verfügung zu stellen.
Zunächst ist der Vollzugriff über ASP ein Weg alle Funktionen
remote zu nutzen, die für einen Inhouse-User freigeschaltet
sind. Dieser Zugang über Username und Passwort wird mit der
SSL-Technik verschlüsselt. Der User findet nach dem Login
nicht nur seinen persönlichen Menü-Aufbau mit seinen persönlichen
Aktionsrechten, auch die userspezifisch gemachten letzten
Eingaben in Suchmasken oder Maskenanpassungen werden als SET
GET-Parameter bei Aufruf von einem Remote Client wieder geladen.
Außerdem stehen dem Nutzer auf dem Client auch alle Möglichkeiten
für das Anzeigen und Ausdrucken von Dokumenten an den jeweiligen
lokalen Ressourcen zur Verfügung.
Im Gegensatz zum Volluser ist der SCM-User nach seinem Login
nur in der Lage, die mit seiner Kunden- oder Lieferantennummer
im Zusammenhang stehenden Daten und Transaktionen zu nutzen.
Auch er kann nicht nur lesend, sondern durchaus auch schreibend
auf das System zugreifen, beispielsweise Preise pflegen oder
Mengenänderungen und Terminänderungen in Aufträgen eingeben
und buchen. Nicht möglich ist aber ein Verzweigen in den Gesamtfunktionsumfang
des Systems oder ein Administrieren dieses Users. Userspezifisch
können weltweit über einen normalen Modem/ISDN-Zugang oder
sogar mobil über Cardphone nicht nur Kunden ihr aktueller
Auftragsstatus, Vertriebspartnern der Zugriff zum Fertigwarenlager,
sondern auch Lieferanten Informationen über die von ihnen
zu liefernden Materialpositionen gegeben werden. Es handelt
sich hier nicht um einen kleinen Informationsausschnitt in
Form einer Webfrontendapplikation. Alle Informationen der
Datenbank, bis in die gewünschte Tiefe, stehen bei Bedarf
zur Verfügung.
Neben diesen zwei unterschiedlichen Intensitäten, mit den
personalisiert weltweit auf das System zugegriffen werden
kann, muss nach Auffassung der IAS aber auch ein dritter Aspekt
mitgedacht werden, der vordergründig eher im Bereich des systemunabhängigen
Webauftritts anzusiedeln ist. Letztendlich benötigen ja auch
die Besucher der normalen Firmenseiten immer wieder Informationen,
die von Ihrem Datenhintergrund bereits im ERP-System gepflegt
werden. An dieser Stelle macht es daher wenig Sinn, diese
Inhalte in einem separaten System für den Internetauftritt
zu administrieren. Viel effizienter ist es aus CANIAS heraus
Dokumente im HTMLoder XML-Format zu generieren und diese zur
Ansicht im Browser automatisch zur Verfügung zu stellen. Der
im Konzept integrierte HTML-Konverter dient genau dieser Aufgabe.
Ob für Preislisten, Vertriebspartneradressen oder im Bereich
der Ersatzteilkomponenten, alle Informationen die im System
erfasst und gespeichert werden, können zielgruppengerecht
als Webseite präsentiert werden. Dabei verwendet der HTML-Konverter
das Seitenformat des jeweiligen Firmenwebauftritts, dass in
Form eines Stylesheet im System automatisch die Formatierung
der Webinhalte steuert. Auch automatisch generierte Mailings
unter Verwendung dieser Formatvorlage sind möglich.
Complete Installations - schneller Nutzen (haben)
Damit ein kleines mittelständisches Unternehmen eine komplexere
Lösung für Unternehmensprozesse zielgerichtet und nutzenbringend
einsetzen kann, sollten alle Bereiche einer solchen Installation
- egal ob Hardware, Betriebssystem, Datenbank, Applikation,
Installation, Anpassung oder Einweisung - aufeinander abgestimmt
sein. Das Fehlen eines Gliedes in dieser Kette verzögert mit
Sicherheit den Zeitpunkt der maximalen Nutzenentfaltung oder
behindert den Gesamterfolg sogar dauerhaft. Wie oft wird durch
Wahl einer falschen Datenbank, durch unzureichende Systemeinweisung
oder durch nicht erfolgte Anpassung der Funktionalitäten an
Unternehmenserfordernisse der Erfolg von Softwareeinführungen
vereitelt, weil sich der Nutzen für die Anwender und damit
die erhoffte Produktivitätssteigerung nicht einstellen. TIP
bedeutet daher im Sinne von Total Solutions für die Industrial
Applikation Software auch den Anspruch, lauffähige Komplettlösungen
zu spezifizieren, zu testen und kleinen Unternehmen vollständig
anzubieten. Die Paketlösungen für 10, 20 oder 30 gleichzeitige
User bestehen nicht nur aus einem Server und Backupsystem,
einer USV, dem Servicemonitor, einem vorinstallierten Betriebssystem,
der Datenbank und natürlich CANIAS, sondern enthalten bereits
Beratung, Systemanpassung und Key-User- Training. Für die
98 Prozent aller Unternehmen in Deutschland, die weniger als
50 Mitarbeiter haben, ist damit eine erhebliche Projektvereinfachung
und Kosteneinsparung verbunden. Eine speziell entwickelte,
bisher einzigartige vertragliche Gestaltung stellt zudem sicher,
dass für den Service/Support der Komplettlösung nach der Systemeinführung
nur ein Vertrag unterzeichnet werden muss und den Unternehmen
eine zentrale Servicehotline für den gesamten beschriebenen
Installations-Umfang zur Verfügung steht. Das ist nach der
Erfahrung von IAS eine zentraler Wunsch aus dem kleineren
Mittelstand, der so verhindern möchte, das im Supportfall
Zuständigkeitsprobleme an den Liefergrenzen entstehen.
Competence - mit Lösungen die Akzeptanz steigern
Technologische und funktionale Grundlagen wurden bereits in
den vorangegangenen Kapiteln beschrieben. Eine integrierte
Konzeption wie TIP beschäftigt sich aber auch damit, auf der
Basis von Technologie und Funktionalität, akzeptable Angebote
für die aktuellen Bedürfnisse und Wünsche des mittelständischen
Unternehmers zu finden. In der ständigen Diskussion um standortübergreifende
Konzepte wurden daher, immer wieder von Kundenseite betonte
Aspekte aufgegriffen, die inzwischen Zugang in das Lösungsportfolio
von CANIAS und TIP gefunden haben. Ein Beispiel aus der Beratungspraxis
ist das Konzept der verteilten Datenhaltung (DDM).
Aus vielen Interessenten- und Kundengesprächen wurden Sorgen
um die "Daten außer Haus" Thematik erkennbar. Vielleicht ist
ein Unternehmen/Unternehmensteil noch bereit, Applikationen
zusammen mit anderen Unternehmensteilen zu nutzen und einen
Teil der Daten, die notwendig sind auszutauschen. In der Regel
bestehen aber größte Bedenken die gesamten Datenbestände an
eine Betreiberinstanz auszulagern. Begründet oder nicht, ist
häufig gar nicht der sinnvolle Diskussionsansatz. Sicherlich
können auch im Remote-Betrieb durch Firewall, Verschlüsselung
und Datensicherung für viele Geschäftsmodelle ausreichend
hohe Standards gewährleistet werden. Aber warum nicht diesem
Bedenken begegnen, indem man Alternativen anbietet.
Bei Projekten der Industrial Application Software GmbH haben
daher alle Kunden mit dem Konzept der verteilten Datenhaltung,
die Wahl, wo Ihre Daten liegen sollen. Die Applikation CANIAS
kann über JDBC- Schnittstellen nicht nur beliebige Datenbanken
parallel ansprechen, sondern kann auch auf ausgelagerte Datenbestände
zugreifen. Es bieten sich also selbst für Kunden, die Ihre
Applikation im ASP-Betrieb nutzen wollen, Varianten der Datenhaltung
und Datensicherung vor Ort am jeweiligen Unternehmensstandort.
Auch Massivdaten wie grosse Dokumentationen, Grafiken, Videosequenzen
oder CAD-Daten können so innerhalb einer webbasierten Applikation
von einer lokalen Ressource dazugeladen werden, ohne Traffic
im Internet zu erzeugen. Diese Konzeption des Dis- tributed
Data Managements (DDM) ist - individuell für Kundenbedürfnisse
konfigurierbar - also sowohl ein Beitrag zur Verbesserung
der ASPAkzeptanz als auch ein wichtiger Aspekt zur Performancesicherung
von gehosteten DMS-Funktionalitäten ohne Einsatz teuerer Standleitungskonzepte.
Selbstverständlich müssen diese Konzepte individuell projektiert
werden, um einen maximalen Kundennutzen zu bieten. Zugriffsrechte
und Zugriffsmöglichkeiten, Lokalisierung und Verteilung der
Datenbestände bedürfen einer genauen Evaluierung und beeinflussen
ein DDMProjekt entscheidend. Aber darin liegt die Stärke einer
kompetenten Gesamtkonzeption wie TIP mit CANIAS.
Zusammenfassung
Nach einer neuen Umfrage des ecommerce magazins ergeben sich
insbesondere im Bereich des Mittelstands folgende erfolgskritische
Faktoren für ERP/SCM-Projekte